Wanderung im Feller Land mit Besichtigung des Besucherbergwerkes im schönen Noßertal am 18.08.2026
Vom Parkplatz in Fell starteten wir unsere 12,5 km Wanderung gegen 10:20 Uhr.

Zuerst durch den Ort Fell, begleiteten wir über den Wanderweg R13 den idyllisch gelegenen Bach entlang zum Scholerskopf. Vor dort ging es durch schattigen Wald bergan bis wir auf dem Plateau den Fellerhof erreichten. Jetzt ging es nur noch abwärts an verschiedenen stillgelegten Stolleneingängen vorbei, bis zum Informationszentrum/Bergbaumuseum Fell im Noßertal.
Das Besucherbergwerk besteht aus zwei übereinanderliegenden typischen Dachschiefergruben (Bergwerken) aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Der obere „Stollen Hoffnung“ ist seit 1850 urkundlich belegt, der untere „Stollen Barbara“ seit 1908. Die beiden Bergwerke sind durch einen 100 Meter langen Treppenschacht miteinander verbunden. Die Führung unter Tage dauerte eine gute Stunde und ging durch lange Stollen und Strecken und durch mehrere Abbaukammern. In den Abbaukammern dokumentieren Bergmannsfiguren die gefährliche Arbeit des vorindustriellen Schieferbergbaus. In den Wintermonaten sahen die Schieferbergleute monatelang kein Tageslicht. 70 Meter unter Tage geht deshalb heute in einer imposanten Abbaukammer eine künstliche „Sonne“, beleitet vom Bergmanslied auf. Wir erhielten dort auf anschauliche Weise einen Eindruck von der harten Arbeit bei der Schiefergewinnung vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. In den Abbaukammern sahen wir die mächtigen Schutthalden („Prass“), die sogenannten Bergemauern, und die Gewinnungsstätten des begehrten blaugrauen Dachschiefers. Im Winter ist das Besucherbergwerk geschlossen und bietet den Fledermäusen dort die nötige Ruhe zur Überwinterung.
Nach der sehr interessanten und empfehlenswerten Führung in der feuchten und mit 13° recht kühlen Grube ließen wir uns kulinarisch im Bistro-WeinStein verwöhnen. Mit Weinen und Viez aus der Region, leckerem Kuchen und Kleinigkeiten aus der Küche wie Flammkuchen oder Currywurst mit Pommes blieben keine Wünsche offen. Dank an unseren Wanderführer Theo Bretz für die gelungenen Wanderung mit Abkühlung, auch zwischendurch von oben.
Es grüßt mit „Frisch auf“ Eifelverein OG Neuerburg



























































Bilder: N. Röder
OG Neuerburg
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